Wettbewerb für Elternvereine und Schülervertretung

 

„Die Schülerunfallversicherung geht online“

Als Niederösterreichischer Landesverband der Elternvereine sind uns die Anliegen und Sorgen der Eltern sehr wichtig. Dazu gehört besonders die Sicherheit der Schüler und Schülerinnen. Aus diesem Grund unterstützen wir die Schülerunfallversicherung unseres langjährigen Kooperationspartners NV – Die Niederösterreichische Versicherung.

Erstmals wird diese Schülerunfallversicherung auch online angeboten. Für die Eltern bedeutet der Onlineabschluss eine wesentliche Erleichterung und Verbesserung bei der Abwicklung. Außerdem gewährleistet der Onlineabschluss auch die genaue namentliche Erfassung der versicherten Personen ... es kann also nicht mehr vorkommen, dass bei verlorengegangenem Zahlungsabschnitt (ist bei der herkömmlichen Einzahlung gleichzeitig die Polizze) kein Versicherungsnachweis vorliegt. Der LEVNÖ lädt alle Eltern und Elternvereine an den Schulen in NÖ ein, sich am Online Wettbewerb zu beteiligen.

 Nützen Sie die Chance, einen willkommenen Geldzuschuss für Ihren Elternverein zu erhalten und gleichzeitig einen Beitrag zur Sicherheit der Schüler/-innen zu leisten.

 

1)     Gruppen und Kategorien

Gewinner des Wettbewerbs sind die Schulen, die in der jeweiligen Schulgruppe die meisten Onlineabschlüsse erzielen.

  • Gruppe 1: Volksschulen
  • Gruppe 2: Hauptschulen, Sonderschulen, Neue Mittelschule
  • Gruppe 3: AHS
  • Gruppe 4: BMS, BHS, LWFS

Für jede Gruppe gibt es zwei Wettbewerbs-Kategorien:

  • Höchste Anzahl an Onlineabschlüssen
  • Höchster Prozentsatz Onlineabschlüsse zu Schüleranzahl

2)     Aktionszeitraum

1. September bis 31. Dezember 2013. Keine Anmeldung erforderlich. Jeder Online Abschluss wird automatisch der jeweiligen Schule zugeordnet.

3)     Preise

Pro Gruppe, pro Kategorie bekommt die bestplatzierte Schule einen Preis von € 300,-. Eine Schule kann daher in Summe € 600,- für beide Wettbewerbs-Kategorien erreichen. Der Preis wird dem Elternverein und der Schülervertretung der Schule gemeinsam überreicht.

 Hier gehts zur Schülerunfallversicherung der NV

 Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Mag. Posch oder Herrn Seeböck unter der Telefonnummer: 02742 / 280 – 5501.

 Mit freundlichen Grüßen

 

Ing. Franz Schaupmann

LEVNÖ Landesvorsitzender

 



 

Malwettbewerb

 


 

Vollversammlung des Ö Dachverbands der Elternvereine

8.6.2013, St Pölten Landhaus

 

Die 44. Vollversammlung des Österreichischen Verbandes der Elternvereine an den öffentlichen Pflichtschulen tagte am 8. Juni 2013 auf Einladung von Landeshauptmann Erwin Pröll im niederösterreichischen Landhaus in St. Pölten. Bereits am Vorabend begrüßte Stadträtin Ingrid Heihs den Verbandsvorstand im St. Pöltner Rathaus.

Bei der statutengemäß durchgeführten Vorstandsneuwahl  wurde Vorsitzender Christian Morawek (Wien) in seinem Amt bestätigt. Die Niederösterreicherin Christine Friedrich-Stiglmayr wurde neben Kurt Lobnig (Kärnten) und Kurt Süss (OÖ) als StellvertreterIn bestellt.  

Die Delegierten forderten mehr standortbezogene sowie regionale und überregionale Elternbeteiligung, z.B. bei der Schulentwicklung sowie eine nachhaltig wirkungsvolle Schulreform. Derzeitige „Schulautonome Tage“ sollen österreichweit vereinheitlicht, Schulsozialarbeit sowie SchülerInnenunterstützung ausgebaut werden und Fahrten im Rahmen von Lehrausgängen gratis sein. Die Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten soll bis zum Ende der Pflichtschulzeit, für behinderte SchülerInnen bis 18, gelten. Darüber hinaus werden differenzierte bzw. individualisierte Lernangebote sowie die gezielte Förderung und qualifizierte Unterstützung, vor allem bei Teilleistungsschwächen, gefordert. Der Schulversuch „Musikvolksschule“ soll ins Regelschulwesen aufgenommen werden.

Im Anschluss an die Vollversammlung hielt Gehirnforscher Manfred Spitzer  einen öffentlich zugänglichen Vortrag zum Thema  „Zukunft der Bildungsmedien“.  Spitzer erläuterte der interessierten Zuhörerschaft im vollbesetzten Ostarrichisaal  des NÖ Landhauses warum,  wie Studien belegen, die Gehirnbildung von Kindern durch zu frühen Umgang mit elektronischen Medien, zu viel Fernsehen und Konsolenspielen beeinträchtigt wird. „Je mehr ein junges Gehirn speichert, desto mehr kann es zusätzlich aufnehmen“, plädierte Spitzer  für von Eltern und LehrerInnen begleitete reale Begegnungen im Lebensumfeld sowie für Lernen mit (Lehr)Büchern und handschriftlichen Notizen. Früher TV und Computerkonsum schadeten hingegen Lernerfolgen und sozialem Verhalten, zu viel wertvolle Lebenszeit werde damit vergeudet  und könnten „reales“ Lernen keinesfalls ersetzen.

Präsidium d. Bundesverbandes Plenum beim Vortrag Dr. Spitzer

 Fotogalerie Vollversammlung u. Vortrag Dr. Spitzer

 


 

Machen Computer unsere Kinder dumm?

Machen Computer unsere Kinder dumm?

Pofr. Dr. Manfred Spitzer

 

 

Digitale Informationstechnik ist Teil des modernen Lebens: Schon Kinder werden vom Smartphone geweckt, telefonieren mit ihm oder dem Computer, kaufen im Internet, spielen an der Konsole, plaudern über facebook mit ihren Freunden und machen mit Google ihre Hausaufgaben. Die Benutzung neuer Medien, so hört man überall, sei eine Kulturtechnik wie etwa das Lesen, weswegen man den richtigen Umgang mit den digitalen Medien nicht früh genug lernen könne. 

Was bei oberflächlicher Betrachtung praktisch und konsequent erscheint, entpuppt sich jedoch bei genauerer Betrachtung als schwerer Irrtum. Kinder sind keine Erwachsenen, ihre besonders lernfähigen Gehirne brauchen bestimmte Erfahrungen, um sich überhaupt erst „bilden“ zu können, wobei es hier nicht um diese oder jene Form von Bildung geht, sondern um die Ausbildung von Verbindungen zwischen Nervenzellen aufgrund ihrer Verwendung. Betrachten wir ein Beispiel: Wer sprechen lernt, braucht den Umgang mit sprechenden Menschen, d.h. das gleichzeitige Sehen und das Hören von Mundbewegungen, an der gleichen Stelle im Raum. Sitzen kleine Kinder hingegen von Bildschirmen und Lautsprechern, lernen sie nicht, sondern bleiben in ihrer Sprachentwicklung zurück. Wer will, dass Kinder im Vorschulalter mathematisch besonders fördern will, der sollte Fingerspiele mit ihnen machen, denn Zahlen werden vom Gehirn über die Finger erworben, nicht durch Daddeln an einem Computer. Ebenso müssen die Gegenstände in der Welt mit den Händen buchstäblich begriffen und durch dieses Begreifen gelernt werden, wenn man möchte, dass die Kinder nach diesem Lernen besonders gut über die Welt nachdenken können sollen. Und wer handschriftlich Inhalte aufschreibt, verankert sie tiefer (mit komplexeren Programmen der Motorik) als wer nur auf einer Tastatur tippt. Dies sind nur einige wenige der vielen wichtigen Erkenntnisse der modernen Gehirnforschung. Zugleich wissen wir aus der psychologischen und der Bildungsforschung: Wer schon als Kleinkind viel Zeit vor Bildschirmmedien verbringt, zeigt vermehrt Störungen bei der Sprachentwicklung sowie in der Grundschule Lese-Rechtschreibstörungen und Aufmerksamkeitsstörungen. Eine Playstation im Grundschulalter verursacht nachweislich schlechte Noten im Lesen und Schreiben sowie Verhaltensprobleme in der Schule. Der Computer im Jugendzimmer wirkt sich negativ auf die Schulleistungen aus und kann zur Sucht führen, wie die 250.000 Internet- und Computersüchtigen in Deutschland zeigen. Computerspiele sind programmiert, um Sucht zu erzeugen und bewirken nachweislich die Aktivierung der gleichen Zentren im Gehirn wie harte Rauschdrogen. Weitere Folgen der intensiven Nutzung digitaler Medien sind Ängste und Abstumpfung, Schlafstörungen und Depressionen, Übergewicht und Gewaltbereitschaft. 

Aus medizinischer Sicht haben Computer mithin nicht nur Wirkungen, sondern bergen auch Risiken und Nebenwirkungen. Daher ist besorgniserregend, dass Kinder heute täglich mehr Zeit mit elektronischen Medien Verbringen als in der Schule: Wer 35 Wochenstunden Schule hat, verbringt täglich 3,75 Stunden mit dem Schulstoff – der durchschnittliche Konsum digitaler Medien liegt dagegen bei 7,5 Stunden täglich! 

Vor fünf Jahren verzeichneten Ärzte im hochmodernen Industriestaat Südkorea bei jungen Erwachsenen immer häufiger Gedächtnis-, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen sowie emotionale Verflachung und allgemeine Abstumpfung als Folge intensiver Nutzung der modernen Informationstechnik. Sie nannten das Krankheitsbild „Digitale Demenz“. Die Gehirne von Kindern und Jugendlichen müssen vor einem Zuviel dieser Technik geschützt werden, um sich normal entwickeln zu können. Die Beschränkung der Dosis ist daher geboten, die Aufrüstung von Kindergärten und Grundschulen mit Computern ist beim gegenwärtigen Forschungsstand unverantwortlich. 

 

Manfred Spitzer


Manfred Spitzer, MD, PhD
Professor and Chairman

University of Ulm
Department of Psychiatry

University of Ulm
Transfer Center for Neuroscience and Learning (ZNL)