Abschied aus dem NÖ Landesverband der Elternvereine

 

LEVNÖ Vollversammlung am 17.3.2017 in St. Pölten

Franz Schaupmann,  Landesvorsitzender der NÖ Elternvereine von 2002 bis 2017, stellt seine Abschiedsrede vor der Vollversammlung unter das Motto „Lebenslanges Lernen“

 

Der NÖ Landesverband der Elternvereine hat dazu beigetragen, St. Pölten als Landeshauptstadt mit dem Landesschulrat für NÖ ins Bewusstsein der NÖ Eltern zu rücken.  Zahlreiche Infoabende wurden landesweit zur Berufsorientierung und zu Themen wie „Neue Mittelschule“ und „Die neue Reifeprüfung“ veranstaltet. Die steigende Akzeptanz bei den Eltern und das starke Elternnetzwerk überzeugten die kooperierenden Sozialpartner. 

Schaupmann sah die Aufgabe der NÖ Elternvereine vor allem in der Interessenvertretung der Betroffenen und  weniger im Erteilen von Systemratschlägen.  Jedoch sollen die Schulpartner auf allen Ebenen in die Bildungsorganisation mit eingebunden sein. Schaupmann erinnert an die Forderung der NÖ Elternvereine,  Elternvertreter in die Schulausschüssen der Gemeinden zu berufen und Gewaltprävention über eine Abgabe auf Gewalt verherrlichende Spiele zu finanzieren.

Die jungen Menschen sollen in einem gut organisierten und für alle zugänglichen öffentlichen Schulwesen umfassend auf das reale Leben vorbereitet werden. Niemand darf vergessen und Talente müssen bestmöglich gefördert werden. Schaupmann wünscht sich ein öffentliches Bildungssystem für alle, das auf lebenslangem Lernen aufbaut, das Vertrauen schafft und Vertrauen verdient, das die Schwächeren in die Mitte nimmt und die Leistungsfreudigen bestärkt und beflügelt, das Ideen und Innovationen aus der Praxis zulässt und das die Wissenschaft dort einbindet, wo sie Wissen schafft. Ein solches Bildungssystem geht eigentlich nur MIT DEN ELTERN!

 

Rede des Landesvorsitzenden Franz Schaupmann

Resolution

 

Resolution des Vorstandes des  NÖ Landesverbandes der Elternvereine

 

Aufgrund des am 30.01.2017 präsentierten Arbeitsprogrammes der Bundesregierung 2017/2018 erhebt der NÖ Landesverband der Elternvereine dazu folgende Forderungen:

 

  1. Im Lichte des soeben präsentierten Arbeitsprogrammes der Bundesregierung 2017/2018 ist das Rundschreiben Nr. 16/2016 des Bundesministeriums für Bildung, mit dem unter Punkt 1.1. festgelegt wurde, dass die Kosten für die Ausstattung der Schüler mit Laptops durch die Eltern zu tragen sind, als überholt aufzuheben. Vielmehr fordern wir, dass ab sofort der Bund die Kosten für die Laptops, die bereits jetzt ab der 9. Schulstufe aufgrund der Anforderungen im Unterricht angeschafft wurden bzw. werden müssen, übernimmt bzw. den betroffenen Eltern ersetzt, wenn sich dieses Arbeitsprogramm nicht als plumpe Ankündigungspolitik entlarven soll.

 

  1. Die angekündigte Verbesserung der EDV-Infrastruktur ist beschleunigt in Angriff zu nehmen. Nicht nur die Situation in den Schulen vor Ort ist dabei teilweise äußerst mangelhaft, wenn etwa das Laden von Internetseiten aufgrund einer von völlig unterdimensionierten WLAN-Infrastruktur mehrere Minuten in Anspruch nimmt. Auch im Bereich der zentralen Infrastruktur herrscht hier dringender Handlungsbedarf. Wir erinnern daran, dass sich etwa im Vorjahr beim fristgerechten Hochladen der VWAs durch mangelnde technische Kapazitäten eine unzumutbare Situation für die Schülerinnen und Schüler ergeben hat, die mitunter die ganze Nacht vergeblich versucht haben, ihre Arbeiten auf den Server zu laden. Die im Arbeitsprogramm angekündigte Vorlaufzeit bis zum Schuljahr 2020/21 ist dabei, besonders bei der zentralen Infrastruktur, völlig unzumutbar.

 

  1. Die Ausstattung der Klassen mit Tablets ab der 5. Schulstufe dagegen wird als pädagogisch wenig sinnvoll abgelehnt. Vielmehr fordern wir in diesen Jahrgängen den Fokus verstärkt auf die Lese- und Schreibkompetenz zu legen, die im internationalen Vergleich immer wieder als verbesserungswürdig bewertet wird. Die dadurch frei werdenden Ressourcen sollten für die vorgezogene Finanzierung der Laptops und Verbesserung der EDV-Infrastruktur verwendet werden.

 

 

Sankt Pölten, 1.2.2017



 

 

NÖN Artikel: "Zwangslaptop" ärgert Elternvereine

St. Pölten, 18.01.2017     

Die NÖN (Niederösterreichischen Nachrichten) haben in Ausgabe 2/2017 der Kritik des NÖ Landesverbands der Elternvereine zur Mehrbelastung der Eltern durch „Zwangslaptops“ einen ganzseitigen Artikel gewidmet.

Hier gehts zum Artikel der NÖN

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Zwangslaptop und Demokratieabbau für alle

St. Pölten 5.12.2016

Mit dem Rundschreiben 2016-16 hat das Bildungsministerium mit einem Federstrich die Kosten für Laptops den Eltern zugeschoben, ohne dass die Einführung dieser "Lernmittel" im Schulgemeinschaftsausschuss beschlossen werden muss.

Hefte, Füllfeder, Zirkel, Taschenrechner – und jetzt neu: „Laptop, Tablett PC u. ä.“ –  müssen von den Eltern besorgt werden. Den Eltern wird damit Entscheidungsfreiheit genommen, weil immer öfter die Schulen bzw. die LehrerInnen vorschreiben werden, welche Geräte genau zu besorgen sind.

Der NÖ Landesverband der Elternvereine verwehrt sich gegen diese Art der Mehrbelastung der Eltern über eine  weder abgestimmte noch besprochene Änderung per Rundschreiben. Dazu passend: Die jüngste Studie der Arbeiterkammer Niederösterreich berichtet über durchschnittliche Schulkosten in der Unterstufe von über 800.- Euro und  1200.- Euro in der Oberstufe, die Eltern pro Jahr und pro SchülerIn tragen müssen

Wie könnte es auch gehen: Das preisgünstigste Laptopmodell könnte mittels Ausschreibung von der Bundesbeschaffungsagentur ermittelt und österreichweit allen Eltern angeboten werden. Durch die große Stückzahl ließen sich Rabatte erzielen und bundesweit einheitliche Modelle sind auch betr. teilzentraler Reifeprüfung von Vorteil.

100.- Euro Schulstartbeihilfe auch für SchülerInnen der Oberstufe

wäre eine faire Lösung. Eltern mittels unausgegorenen Rundschreiben unbegrenzt Mehrkosten aufzubürden ist keine ….

Vor kurzem beschloss unsere Bundesregierung in einem Ministerratsvortrag die Umsetzung eines sogenannten „Autonomiepaketes“. Die österreichischen Schulpartner: Schüler-, Lehrer und Elternvertretung wurden, trotz zahlreicher Angebote und Versuche zur konstruktiven Mitarbeit, nicht eingebunden! Es gab kein einziges Gespräch zu irgendeinem Thema, das mit der aktuellen Umsetzung tiefgreifender Eingriffe in die Schuldemokratie, Reduktion von Schulpartnerkompetenzen und damit verbunden, drohenden massiven Qualitätsverlusten der österreichischen Schulen in Zusammenhang stand.

Mit Erschütterung stellen wir fest, dass unsere Regierung im Allgemeinen und das Bildungsministerium im Besonderen, nach 59 erfolgreichen Jahren der Schuldemokratie und Schulpartnerschaft offensichtlich beschlossen haben, diese abzuschaffen.

Wir appellieren an Sie, liebe Elternvertreterinnen und Elternvertreter, dabei mitzuwirken, dass dieses Autonomiepaket sofort gestoppt und im Interesse der Zukunft unseres Landes und unserer Kinder, gemeinsam mit den Schulpartnern neu gestartet wird!

 

Paul Haschka
stellvertretender LEVNÖ Vorsitzender
Bereichssprecher für mittlere und höhere Schulen

 



 

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