Erste Reaktion des Landesvorsitzenden zum Bifie-Datenleck

"Wir wurden am 28.1.2014 bei einer Elternbeiratssitzung unter dem Vorsitz der Bundesministerin im BMBF vom Leiter des Bifie Wien zu einem Tagesordnungspunkt informiert. Es grenzt wirklich  an eine unglaubliche Unverfrorenheit, dass der Bifie-Repräsentant weder die Ministerin noch die anwesenden Elternvertreter zu einem derart massiven Datenschutzproblem in dieser Sitzung nicht in Kenntnis setzt, obwohl zu diesem Zeitpunkt innerhalb des Bifie dieses Datenschutzproblem nachweislich seit
Wochen bekannt ist".

Aus meiner Sicht ist so eine Arbeitsweise (ich meine hier vor allem einmal die
Nichtberichterstattung und nicht das Datenschutzproblem, das ebenso zutiefst erklärungsbedürftig ist!) ein unglaublicher Vertrauensbruch gegenüber den Schulpartnern...und auch dem BMBF (sofern das BMBF wirklich nichts davon gewusst hat)...ein Grund mehr, über alle Elternverbände hinweg ein Nominierungsrecht der Elternorganisationen für
einen Sitz im Bifie-Aufsichtsrat zu fordern!


Ing. Franz Schaupmann

 



 

BIFIE braucht Kontrolle


Unstimmigkeiten bei der neuen Reifeprüfung sind eine Folge von Ignoranz gegenüber den Kunden des Schulsystems.
Eltern fordern neuerlich Sitz im BIFIE-Aufsichtsrat

Bei der neuen Reifeprüfung schieben BMUKK (immerhin Auftraggeber und Zahler) und BIFIE einander gegenseitig die Verantwortung für die Misere zu. Es gibt Unsicherheiten bei der Notengebung und pötzliche Verschärfungen ohne erkennbaren Grund. Während früher 50% der Punktezahl für eine positive Note genügten, werden jetzt verbreitet 60% Minimum angewendet.

Ärgerlich sind auch die fehlenden Evaluierungen für Mathematik, Deutsch und vor allem auch für Englisch, das ja schon lange als Schulversuch läuft. Paul Haschka, AHS- und BHS Sprecher im NÖ Landeselternverband (LEVNÖ) fordert volle Tranparenz über die bisherigen Schulversuche:
Gibt es mehr Fünfer? Steigt die Drop Out-Quote in den Schuljahren vor der Matura? Wer bestimmt eigentlich über drohende Verschärfungen bei der Benotung? Statt 50% der Punkte muss man 60% haben und das womöglich für jeden Teilbereich extra. Die Grundlagen für solche einschneidenden Änderungen mit womöglich gravierenden Folgen bleiben im Dunklen.

Viele Fehler hätten vermieden werden können, wenn rechtzeitig die Kunden des Schulsystems eingebunden worden wären. Der LEVNOE hat gerade aus diesem Grund auch einen Platz für einen Elternvertreter im BIFIE Aufsichtsrat und im wissenschaftlichen Beirat gefordert und richtet diese Forderung erneut an die neue Bundesregierung.  Eltern vertreten die Interessen der Kunden des Schusystems und der LEVNÖ ist ein Verband von Elternvereinen an über 600 Schulen.

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Paul HASCHKA
Sprecher für AHS und BMHS im nö Landeselternverband
0699 8122 7414

 



 

Täglich Fitness zeigen!

 

Die NÖN-Schulaktion mit Beate Schrott

Zehn Übungen, für die man keine Geräte braucht und keinen Turnsaal. Übungen, die leicht in der Klasse durchführbar sind, als Anregungen dienen und die mit jeder anderen Übung einfach kombinierbar sind.

Alle reden über die tägliche Turnstunde, alle wünschen sich mehr Bewegung für Schulkinder – die NÖN tut etwas dafür:

Mit dem Start der Aktion „Wir sind klassenFIT!“ werden Schüler in den kommenden Monaten zu Bewegung und mehr Fitness angeleitet.

Unter der Patronanz von Olympiafinalistin Beate Schrott wurden für die NÖN-Schulaktion zehn einfache Übungen entwickelt, die leicht in jeder Klasse anwendbar sind.

„Wir wollten einen gesellschaftspolitischen Akzent setzen“, sagt Erster NÖN-Chefredakteur Harald Knabl. Darum werde man die Aktion auch längerfristig begleiten. „Immerhin hat Beate Schrott Vorbildwirkung und war sogar in der Kategorie Sport Leopold-Preisträgerin des vergangenen Jahres“, so Knabl.

Die Leichtathletin selbst – Olympiafinalistin 2012 im Hürdenlauf in London – hat neben ihrer sportlichen Karriere ein Medizinstudium absolviert, ist demnächst fertige Ärztin und weiß um die Notwendigkeit von sportlicher Betätigung: „Schon Jugendliche haben mit Rückenproblemen und Haltungsschäden zu kämpfen. Die von uns präsentierten Übungen dienen der Koordination und der Kräftigung und machen im Unterricht bessere Konzentration viel leichter.“

„Danke der NÖN für die großartige Aktion!“

Aus Sicht der Landesregierung handelt es sich bei der Initiative um einen wichtigen Input. Wirtschafts- und Sport-Landesrätin Petra Bohuslav: „Mir sind alle Segmente des Sports ein Anliegen. Wir müssen Idole fördern und Menschen zum Mitmachen animieren, darum unterstützen wir die NÖN-Aktion.“ Bohuslav plädiert dafür, auch das ganze Netz an Schulen, Eltern und Vereinen einzubinden. „Und bitte schickt ein Exemplar der NÖN an die Bundesregierung“, lacht Bohuslav, „damit die tägliche Turnstunde bald Realität wird!“

Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka bringt es auf den Punkt: „Oft nehmen schon 14-Jährige Tabletten gegen Rückenschmerzen. Laut WHO bewegen sich nur 19 Prozent unserer Jugendlichen – das kann doch nicht sein! Danke der NÖN für diese großartige Aktion, die Bewusstsein schafft und Lebensqualität bringt.“

Für den NÖ Landesschulrat begleitet die Aktion Gerhard Angerer, Fachinspektor für Bewegungserziehung und Sport: „Mir ist Nachhaltigkeit wichtig. Mithilfe unserer Partner wollen wir Schüler dazu inspirieren, ihre Eltern ins Boot holen und eine Ergänzung anbieten – der Wunsch nach der täglichen Turnstunde ist aber nicht vom Tisch!“

Maria Kornfeld, Direktorin des Gymnasiums Babenbergerring in Wiener Neustadt zeigt sich begeistert: „Ich bin froh, dass die NÖN dieser Aktion eine Plattform bietet. Jede zusätzliche Bewegung der Schüler ist von Nutzen.“ Dem stimmt auch ihre Schulärztin Beatrix Rieder zu: „Jede Bewegungseinheit führt uns weiter. Mehr Motorik und mehr Kondition bedeuten weniger Unfälle, weniger Folgekosten, auch weniger psychosomatische Beschwerden und mehr geistige Beweglichkeit.“

„Eine tolle Möglichkeit, dem Alltag zu entkommen!“

 

Christian Geppner, Direktor der Privathauptschule Mary Ward in St. Pölten ist begeistert von der Initiative: „Auch wir werden unsere Konferenzen in Zukunft mit den Übungen beginnen“ – und zu seinen Schülern sagt er begeistert: „Die Kinder werden uns die Übungen vormachen, ihr werdet uns teachen!“

Aus Sicht der Schüler bringt die NÖN-Aktion „Wir sind klassenFIT!“ einen Mehrwert: Landesschülervertreter Patrick Mayer, Landesschulsprecher Jonathan Steidl und Landesschulsprecher BS Erich Rülling sind sich einig, dass „es eine supertolle Möglichkeit ist, dem tristen Schulalltag zu entkommen.“

Steindl: „Wenn man die Aufmerksamkeit im Unterricht verliert, ist es wichtig, dass Bewegung reinkommt“.

„Wenn ich Patin bin, dann komme ich auch persönlich an die Schulen“, fügt Beate Schrott hinzu und verspricht, im Rahmen der Aktion vier Vormittage mit den Schülern zu trainieren.

Auch der Landesobmann der NÖ Elternvereine, Franz Schaupmann, stimmt zu: „Die Eltern tragen die Verantwortung für gesunde Kinder“, doch oft steht in den Schulen nicht einmal ein geeigneter Turnsaal zur Verfügung.“

 

Also verlegt die NÖN jetzt kleine Turneinheiten ins Klassenzimmer, hat sich mit starken Partnern wie der Aktion „Tut gut!“, NÖM und Sportland NÖ zusammengeschlossen und ein tolles Projekt gestartet.

  

 Schulaktion Handout PDF

 Schulaktion Infoblatt PDF

 

 

 

 

 



 

Offener Brief an die neue Bundesregierung

 

Utl: NÖ Elternverband fordert Nominierungsrechte, die Sicherstellung der Finanzierung und ausreichend Ressourcen

Die Anliegen des NÖ Elternverbandes betreffen mehr als 600 Mitgliedsvereine.  Vier Forderungen unterbreitet man der zukünftigen Bundesregierung anlässlich der bevorstehenden Koalitionsverhandlungen und Parteiengespräche.

  1. Ein Nominierungsrecht  für die Funktion des Landesschulratsvizepräsidenten und damit eine Übertragung des Nominierungsrechts von der zweitstärksten Landtagsfraktion auf die in den Bundesländern tätige Landeselternorganisation.

    Im Zuge des Ausbaues von ganztägigen Schulformen muss auch der Einfluss und die Einbindung der Eltern in der Schulorganisation stärker verankert werden. Die derzeitigen Mitgestaltungsmöglichkeiten der Eltern sind auf einen Halbtagesschulbetrieb ausgerichtet und ohnehin sehr bescheiden. Die Funktion eines Landesschulratsvizepräsidenten, der von den Eltern nominiert ist, würde damit massiv aufgewertet.

  2. Ein Nominierungsrecht der Landeselternverbände für den Aufsichtsrat und  den wissenschaftlichen Beirat der Pädagogischen Hochschulen, sowie ein Nominierungsrecht für den Aufsichtsrat und wissenschaftlichen Beirat des BIFIE.

    Diese Forderung wurde vom NÖ Elternverband bereits vor einem Jahr an den Bund mit einem Unterstützungsschreiben des damaligen NÖ Bildungslandesrates Mag. Karl Wilfing herangetragen und erhielt leider eine Absage. Der Elternverband kann die Gründe für diese abschlägige Antwort nicht nachvollziehen.

  3. Sicherstellung der Finanzierung und Information von Elternvereinen und ihrer Vernetzung in Elternverbänden.

    Mit der Stärkung der Elternvereine und Elternverbände hinsichtlich Finanzierung und Informationsrechten kann die Schulqualität vor Ort entscheidend verbessert werden. Ein Euro pro Schüler soll für die Vernetzung und Professionalisierung der Elternvereinsarbeit zur Verfügung gestellt werden. Ein Euro pro Schüler ist ein Bruchteil dessen, was z.B. der Standesvertretung der LehrerInnen zur ausschließlichen Vertretung ihrer eigenen Interessen zur Verfügung steht.

  4. An den Bund als Schulerhalter stellt der NÖ Elternverband die Forderung, dass die Bundesschulen mit ausreichenden Ressourcen, wie Personal, Gebäude den notwendigen Arbeitsmitteln ausgestattet werden.

    Der Elternverband stützt sich auf zahlreiche Berichte, wonach Schulgebäude an Bundeschulen nicht über die ausreichende Klassenraumanzahl verfügen und  große Klassen mit über 25 und sogar über 30 SchülerInnen gebildet werden. Oft steht sogar nicht genug Lehrpersonal zur Verfügung und es muss auf  Studenten bzw. Pensionisten zurückgegriffen werden. Diese Situation ist für Eltern und Schüler nicht zumutbar.

Der NÖ Elternverband ersucht um Berücksichtigung der oben angeführten Forderungen in der kommenden politischen Arbeit. Eine erfolgreiche und nachhaltige Bildungspolitik kann nicht ohne die Elternorganisationen stattfinden. Die Eltern dürfen nicht wie bisher auf die Funktion des Stellungnehmens zu schon fertig ausgearbeiteten Programmen reduziert werden. Sie sind als Partner in der Bildungs- und Erziehungsarbeit von Anfang an als Beteiligte und nicht nur als Berater wahrzunehmen. Die Elternorganisationen vertreten die Interessen der Eltern, der Kundinnen und Kunden des Schulsystems.

 

 

Ing. Franz Schaupmann Mag. Paul Haschka
Landesvorsitzender  stv. LEVNÖ Vorsitzender und Bereichssprecher AHS/BMHS
   
Mag. Gerhard Dafert    Dr. Christine Friedrich-Stiglmayr
stv. LEVNÖ Vorsitzender   stv. LEVNÖ Vorsitzender

 

 

Rückfragehinweis:

LEVNÖ Landeselternverband Niederösterreich

Rennbahnstraße 29, 3109 St.Pölten

Tel.: 0676 3643856 Ing. Franz Schaupmann, LEVNÖ Vorsitzender,

Bereichssprecher Pflichtschulen

Tel.: 0699 81227414 Mag. Paul Haschka, LEVNÖ Stv. Vorsitzender,

Bereichssprecher mittlere und höhere Schulen

www.levnoe.at

Der Originaltext des offenen Briefes kann angefordert werden.