Anträge und Resolutionen - Vollversammlung 2014

Bei der Vollversammlung am 4.April 2014 wurden folgende Anträge und Resolutionen einstimmig beschlossen:

 

Musikvolksschulen

 An Volksschulen laufen seit rund 3 Jahrzehnten Schulversuche unter dem Titel "Musikvolksschulen". Dieser Schulversuch, derzeit etwa an 140 Schulen, hat sich als sehr wertvoll und erfolgreich erwiesen und seinen Platz in der Schule gefunden. Es ist daher auch der Wunsch vieler Eltern und Kinder, den Schulversuch über das Versuchsstadium hinaus im Regelschulwesen zu etablieren.

Die Vollversammlung ersucht das Bildungsministerium, die positiven Effekte aus diesem Schulversuch entsprechend zu würdigen und eine baldige Übernahme in das Regelschulwesen in Betracht zu ziehen.

 Begründung:

Behördlicherseits wurde die Übernahme des Schulversuchs „Musikvolksschule“ in das Regelschulwesen schon mehrmals versprochen. Wir sind es unserem "Musikland Österreich" schuldig, dass wir erfolgreiche Strukturen nachhaltig sichern.

St. Pölten im März 2014


 

 

Schulplatzgarantie für alle geeigneten SchülerInnen

Es ist notwendig, dass alle Schüler, die für eine maturaführende Schule geeignet sind und die sich innerhalb der Anmeldefrist angemeldet haben, auch einen Schulplatz in vertretbarer Entfernung bekommen.

Der LEVNÖ fordert das BMBF und den LSR für NÖ zu folgenden Maßnahmen auf:

In der Umgebung jener Standorte von AHS und BHS, in denen es zu Abweisungen kommt, sind umgehend Planungen für Schulneubauten bzw. Erweiterungen zu beginnen bzw. bestehende Planungen voranzutreiben.

Eine Änderung der Klassenschülerhöchstzahl ab der 9. Schulstufe darf nicht zu mehr Abweisungen führen.

LSR für NÖ und BMBF werden ersucht, weiterhin auch kurzfristig alles zu tun, um Abweisungen weitestgehend zu vermeiden.

Begründung:

Derzeit gibt es in vielen AHS und BHS wesentlich mehr Anmeldungen als freie Plätze. Der LEVNÖ sieht es als Verpflichtung des Bildungssystems, Schulplätze in ausreichender Anzahl (räumliche und finanzielle Ressourcen) für alle geeigneten und angemeldeten SchülerInnen zur Verfügung zu stellen.

St. Pölten im März 2014


 

Schulautonome Tage für schulbezogene Veranstaltungen am Schulstandort nutzen

 Die Vollversammlung empfiehlt den Schulforen und Schulgemeinschaftsausschüssen bei der Beschlussfassung über die schulautonomen Tage mindestens einen der schulautonomen Tage im Rahmen einer schulbezogenen Veranstaltung zu nutzen. Dies könnte ein Tag des Sports, der bildnerischen Erziehung, der Musik oder der politischen Bildung sein. Eine Zusammenarbeit mit Sportverbänden, Künstlern, Musikschulen oder den politischen Akademien und sozialen Netzwerken ist anzustreben. Die Teilnahme sollte für Schülerinnen an solchen Angeboten grundsätzlich freiwillig sein.

 Begründung:

 An Pflichtschulen kann mit solchen Angeboten die oft fehlende Betreuung der berufstätigen Eltern an schulautonomen Tagen kompensiert werden. An allen Schulen können schulautonome Tage für alternative und klassenübergreifende Lernangebote genutzt werden, für die im Regelstundenplan keine Ressourcen bereitstehen. Die NÖ Landessportverbände haben dem LEVNÖ gegenüber ihr großes Interesse an einer Mitwirkung bekundet!

St. Pölten im März 2014


 

 

LEVNÖ Mitgliedsbeiträge vereinheitlichen

 Die Vollversammlung beauftragt den LEVNÖ Vorstand, in der kommenden Arbeitsperiode eine Vereinheitlichung der Mitgliedsbeiträge zu prüfen.

Die derzeitigen Höchstsätze von 8 Euro je Klasse und 200 Euro je Schule dürfen in der nächsten Arbeitsperiode nicht überschritten werden.

 Begründung:

 Derzeit werden von LEVNÖ Mitgliedsvereinen im Bereich mittlere und höhere Schulen
5 Euro je Klasse (Höchstbeitrag 200,00 Euro) und im Bereich Pflichtschulen
8 Euro je Klasse eingehoben.

St. Pölten im März 2014

 



 

 

Hinweis ORF Artikel: Schulen - Kritik an Test-Flut

Die Tests zum Bildungsstandard sind umstritten. Abgesehen davon, dass Testdaten plötzlich im Internet auftauchten, wird auch die Vielzahl der Tests selbst kritisiert. Etwa vom Bildungsexperten Stefan Hopmann. Er erntete dafür Applaus in Grafenegg. Link zum ORF-Beitrag

 



 

Erste Reaktion des Landesvorsitzenden zum Bifie-Datenleck

"Wir wurden am 28.1.2014 bei einer Elternbeiratssitzung unter dem Vorsitz der Bundesministerin im BMBF vom Leiter des Bifie Wien zu einem Tagesordnungspunkt informiert. Es grenzt wirklich  an eine unglaubliche Unverfrorenheit, dass der Bifie-Repräsentant weder die Ministerin noch die anwesenden Elternvertreter zu einem derart massiven Datenschutzproblem in dieser Sitzung nicht in Kenntnis setzt, obwohl zu diesem Zeitpunkt innerhalb des Bifie dieses Datenschutzproblem nachweislich seit
Wochen bekannt ist".

Aus meiner Sicht ist so eine Arbeitsweise (ich meine hier vor allem einmal die
Nichtberichterstattung und nicht das Datenschutzproblem, das ebenso zutiefst erklärungsbedürftig ist!) ein unglaublicher Vertrauensbruch gegenüber den Schulpartnern...und auch dem BMBF (sofern das BMBF wirklich nichts davon gewusst hat)...ein Grund mehr, über alle Elternverbände hinweg ein Nominierungsrecht der Elternorganisationen für
einen Sitz im Bifie-Aufsichtsrat zu fordern!


Ing. Franz Schaupmann

 



 

BIFIE braucht Kontrolle


Unstimmigkeiten bei der neuen Reifeprüfung sind eine Folge von Ignoranz gegenüber den Kunden des Schulsystems.
Eltern fordern neuerlich Sitz im BIFIE-Aufsichtsrat

Bei der neuen Reifeprüfung schieben BMUKK (immerhin Auftraggeber und Zahler) und BIFIE einander gegenseitig die Verantwortung für die Misere zu. Es gibt Unsicherheiten bei der Notengebung und pötzliche Verschärfungen ohne erkennbaren Grund. Während früher 50% der Punktezahl für eine positive Note genügten, werden jetzt verbreitet 60% Minimum angewendet.

Ärgerlich sind auch die fehlenden Evaluierungen für Mathematik, Deutsch und vor allem auch für Englisch, das ja schon lange als Schulversuch läuft. Paul Haschka, AHS- und BHS Sprecher im NÖ Landeselternverband (LEVNÖ) fordert volle Tranparenz über die bisherigen Schulversuche:
Gibt es mehr Fünfer? Steigt die Drop Out-Quote in den Schuljahren vor der Matura? Wer bestimmt eigentlich über drohende Verschärfungen bei der Benotung? Statt 50% der Punkte muss man 60% haben und das womöglich für jeden Teilbereich extra. Die Grundlagen für solche einschneidenden Änderungen mit womöglich gravierenden Folgen bleiben im Dunklen.

Viele Fehler hätten vermieden werden können, wenn rechtzeitig die Kunden des Schulsystems eingebunden worden wären. Der LEVNOE hat gerade aus diesem Grund auch einen Platz für einen Elternvertreter im BIFIE Aufsichtsrat und im wissenschaftlichen Beirat gefordert und richtet diese Forderung erneut an die neue Bundesregierung.  Eltern vertreten die Interessen der Kunden des Schusystems und der LEVNÖ ist ein Verband von Elternvereinen an über 600 Schulen.

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Paul HASCHKA
Sprecher für AHS und BMHS im nö Landeselternverband
0699 8122 7414