Resolutionen Jänner 2015

In der Vorstandssitzung v. 19.1.2015 in St. Pölten hat der Vorstand des LEVNÖ folgende Resolutionen beschlossen:

 

Keine Mindestgröße von 300 für die NÖ Schulen

Der NÖ Landesverband der Elternvereine sprach sich in seiner Vorstandssitzung vom 19.1.2015 in St. Pölten einstimmig gegen die Einführung einer Mindestgröße für Schulen aus. Derzeit haben in NÖ nur 14 von 260 Neuen Mittelschulen mehr als 300 Schüler und nur 13 von 646 Volksschulen. Lernen kann auch in kleineren Schulen durchaus effizient und kostengünstig geschehen.

 

Keine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Bücher

Der NÖ Landesverband der Elternvereine sprach sich in seiner Vorstandssitzung vom 19.1.2015 in St. Pölten einstimmig gegen eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Bücher aus. Allein die Schulbuch Aktion würde um ca. 10 Mio Euro teurer. In Deutschland wurde die Mwst. für Bücher und Zeitschriften auf 7% gesenkt, in der Schweiz beträgt diese auf Bücher 3%. Auch ist von der Erhöhung der Mwst.  eher kein höheres Steueraufkommen  zu erwarten, weil durch den Internetmarkt Bücher vermehrt im Ausland gekauft würden.

 

Neue Reife- und Diplomprüfung

Der NÖ Landesverband der Elternvereine forderte  in seiner Vorstandssitzung vom 19.1.2015 in St. Pölten einstimmig: es müsse genügend Probeschularbeiten geben, gewissenhafte Evaluierung und rasche Konsequenzen für Klassen, in denen viele Nichtgenügend waren (Gegensteuerungsmaßnahmen für die betroffenen Klassen noch VOR der Reifeprüfung 2015)

 

 



 

Geplante Schließung des MilRG

Wir bitten alle Elternvereine um Unterstützung unseres Protests gegen die geplante Schließung!

 

 

Sehr geehrte Obfrau, sehr geehrter Obmann!

 

Mit Entsetzen vernehmen wir Eltern die Sparpläne von Minister Klug, dass unter anderem das BORG MilRG vor dem Aus steht. Als Obfrau des Elternvereins bin ich über derartige Pläne und über die politische Vorgehensweise, ein solches Vorhaben ohne Einbindung der Elternvertretung sprachlos und schockiert, da viele Stunden in die Erarbeitung eines zukunftsfähigen Konzeptes investiert wurden und vor allem die Eltern maßgeblich an dieser Initiative  beteiligt waren.

 

Der Elternvereinsvorstand hat in  zahlreichen ehrenamtlichen Stunden intensiv an der Neuausrichtung mitgewirkt. Wir haben immer wieder dem Schulerhalter die Anregung mitgegeben, neben dem Ressortüberkommen mit dem BMBF auch mit dem BM für Inneres zu kooperieren. Aus zahlreichen Quellen und Beobachtungen wissen wir, dass SchülerInnen aus dem MilRG bestens geeignet für den Polizei- bzw. Justizdienst sind.

Es ist einfach unverständlich, dass eine derartige Unikatsschule einer Schließung als Spargründen zum Opfer fällt. Zumal diese Bewertung nicht den Tatsachen entspricht.

 

Der derzeitige Sach- und Personalaufwand wird von 2 Ministerien finanziert. Dazu gibt es ein überaltertes aber gültiges Ressortabkommen aus dem Jahr 1965. Der Rechtsrahmen wurde bis heute nicht den aktuellen Umfeld Entwicklungen angepasst. Die Internatsgebühren wurden  zwischenzeitlich massiv angehoben, fließen allerdings nicht als Einnahme retour zum Schulerhalter,  sondern in den allgemeinen Budgettopf des Finanzministeriums. Damit hat das Verteidigungsministerium nichts von den Einnahmen und das Budget ist damit belastet. Der derzeitige Sach- und Personalaufwand ist betriebswirtschaftlich gerechnet ein Nullsummenspiel, zumal die Unterkünfte der SchülerInnen in der Daunkaserne mehrfach seitens des Militärs genützt werden. Die zahlreichen unentgeltlichen Stunden der SchülerInnen als Mitwirkung bei traditionellen Feiern und als Dienstleistung an der Allgemeinheit möchte ich auch erwähnen und als bewertet wissen.

 

Fazit: Die SchülerInnen und Schüler haben sich bewusst zur Ausbildung an einer europaweit einzigartigen Talenteschmiede und im Dienste der Zivilgesellschaft entschieden.

Eine Bildungseinrichtung auf Grund eines Sparzwanges zu schließen und dies auch noch als politische  Begründung anzugeben, ist einfach unglaublich!!! Man kann keine Bildungseinrichtung einfach auslaufen lassen, da die SchülerInnen der jetzigen 5. Klasse somit  keine Möglichkeit mehr erhalten, die Ausbildung bei negativer Leistungsbeurteilung erfolgreich abzuschließen. Auch die nicht pragmatisierten Pädagogen werden  aus Existenzgründen den Lehrkörper rechtzeitig verlassen. Damit erhalten unsere Kinder keine adäquate Ausbildung mehr und der Ausbildungserfolg ist nicht sichergestellt.

 

Wir bitten Sie daher um Ihre Unterstützung beim Erhalt dieser Traditionsschule und politische Mitgestaltung  an dem bereits vorliegenden Zukunftskonzept!  

 

mit schulpartnerschaftlichen Grüßen

 

Mag. (FH) Christiane Hager-Weißenböck

Obfrau des Elternverein MilRG an der TherMilAk

Mobil: (+43 676) 500 49 50

 


 

Stellungnahme des LEVNÖ zur geplanten Schließung des MilRG Wr. Neustadt

Der NÖ Landesverband der Elternvereine (LEVNÖ) informiert und nimmt  zur geplanten Schließung des Oberstufenrealgymnasiums an der Theresianischen Miltiärakademie in Wiener Neustadt Stellung:


Das Verteidigungsministerium (BMLVS) als Schulerhalter will das MilRG in Wiener Neustadt, ein Oberstufenrealgymnasium mit Internat und ca. 180 SchülerInnen, schließen.

4 Ministerien sind rund um das MilRG tätig:

Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS  = Schulerhalter), 
Bundesministerium für Bildung und Frauen (BMBF = Schulaufsicht),
Bundesministerium für Inneres (BMI hat grundsätzliches Interesse an  einem Sicherheits-ORG) und
Bundesministerium für Finanzen (BMF bekommt die Internatsbeiträge der Eltern).

Der LEVNÖ unterstützt den Protest des Elternvereins am MilRG gegen die Schließung und ruft alle Mitgliedsvereine dazu auf die Unterstützungserklärung auf  https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-das-borg-an-der-theresianischen-militaerakademie zu unterschreiben.


Durch die Schließung würde sich das BMLVS minimale Beträge ersparen, den Steuerzahlern insgesamt bringt es nichts. In einer gesamthaften Sicht müssten ja die SchülerInnen des MilRG sowieso irgendwo untergebracht und unterrichtet werden und kosten jedenfalls Steuergeld.
In NÖ wurde schon einmal eine Kaserne (um einen Spottpreis - laut LSI Ristl) verkauft und danach vom BMBF um teures Geld gemietet (als AHS in Großenzersdorf).
Grundsätzlich fehlen in der näheren und weiteren Umgebung von Wien zahlreiche AHS-Schulplätze (Unterstufe und Oberstufe)  und auch in vielen Landeshauptstädten und Bezirksstädten ist es ähnlich. Ein ORG mit 180 Schülern zu schließen, ist  sicherlich der falsche Weg.

Zur Zukunft: Ein ORG mit Schwerpunkt Sicherheit kann ein attraktives Angebot sein und auch ein Internatsbetrieb ist etwas, was manche Eltern und SchülerInnen wollen und brauchen. Die betroffenen Ministerien sind gefordert, sich auf einen Schulerhalter zu einigen.

Das BMLVS möge allenfalls andere Liegenschaften zum Verkauf bringen, nicht eine funktionierende Schule.

 

Für den Vorstand des NÖ Landesverbands der Elternvereine

Mag. Paul Haschka,
stv. LEVNÖ Landesvorsitzender und Sprecher für mittlere und höhere Schulen

Der NÖ Landesverband der Elternvereine (LEVNÖ) vertritt 600 Mitgliedselternvereine in Niederösterreich

 

Stellungnahme als PDF

 



 

 

Resolution zum Thema Sozialindex

 

An Frau BM
Gabriele Heinisch-Hosek

E-Mail

St. Pölten, 21.10. 2014

Sozialindex für Schulen – Resolution des NÖ Landesverbands der Elternvereine

 

Sehr geehrte Frau Bundesministerin!

Der Vorstand des NÖ Landesverbandes der Elternvereine (LEVNÖ) hat sich in seiner Sitzung vom 06.10.2014 mit der kolportierten Einführung eines „Sozialindex an Schulen“ befasst (siehe dazu Artikel http://derstandard.at/2000006646531/Mehr-Geld-fuer-benachteiligte-Schueler).

Mit deutlicher Mehrheit hat der LEVNÖ Vorstand die beiliegende Resolution beschlossen und sich gegen die Einführung eines „Sozialindex an Schulen“ ausgesprochen.

Neben rechtlichen Bedenken in der Anwendung des Bildungsdokumentationsgesetzes für derartige Maßnahmen gibt es seitens der Elternvertretung auch die Befürchtung, dass Schulen mit einem „hohen Sozialindex“ noch schwerer gute Lehrkräfte finden und Eltern vermehrt auf diesen Index achten, wenn es um die Schulwahl der Kinder geht. Die sogenannte „Restschulproblematik“ würde damit noch verschärft werden!

 

Mit freundlichen Grüßen

                                                              

Ing. Franz Schaupmann,

LEVNÖ Vorsitzender

 

Mag. Paul Haschka,

LEVNÖ Stv. Vorsitzender

Bereichssprecher mittlere und höhere Schulen

 

Mag. Gerhard Dafert,

LEVNÖ Stv. Vorsitzender

 

Dr. Christine Friedrich-Stiglmayr,

LEVNÖ Stv. Vorsitzende

Bereichssprecher Pflichtschulen

 


 

Resolution

Vorstand des Niederösterreichisches Landesverbandes der Elternvereine (LEVNÖ)

 

Der Vorstand des Niederösterreichischen Landesverbandes der Elternvereine (LEVNÖ) spricht sich ausdrücklich gegen die Einführung eines „Sozialindex“ für Schulen aus, und fordert transparente und leistungsanreiz-bezogene Zuteilungsmechanismen für Schulen und Schulpartner.

 

Die von diversen Gruppierungen geforderte Einführung eines sogenannten „Sozialindex“ für Schulen führt bei Eltern in Niederösterreich zu großer Besorgnis und Verunsicherung. Ein solcher „Sozialindex“ könnte zu Fehlsteuerungen im Schulsystem führen. Aus den bislang bekannten Einzelheiten zum „Sozialindex für Schulen“ ist abzuleiten, dass dies einerseits zu einer Bevorzugung von Schulen im urbanen Raum führen dürfte, und andererseits keinerlei Anreize bietet für Schulen sich aus eigener Kraft durch Leistung und Engagement zu verbessern. Vor dem Hintergrund der bisher mangelnden Transparenz etwa bei der Mittel-Zuteilung an Schulen oder der Intransparenz der Bildungsstandard-Ergebnisse zu konkreten Schulstandorten, darf berechtigterweise angenommen werden, dass mit derselben Argumentation die Ressourcen- und Mittel-Zuteilungen beim sogenannten „Sozialindex“ ebenso im Dunkeln bleiben, bei gleichzeitiger Benachteiligung des ländlichen Raums und einer völligen Abkehr von  Anreizmechanismen.

 

Der Vorstand des Niederösterreichischen Landesverbandes der Elternvereine (LEVNÖ) spricht sich daher dafür aus, dass Herausforderungen im sozialen Bereich standort- und einzelfallbezogen beurteilt und gehandhabt werden, etwa durch den Einsatz von Zusatzlehrern oder zusätzlicher Unterstützung für individuelle Förderung oder unbürokratische Unterstützung durch die Schulpartner vor Ort. Keinesfalls darf es eine strukturelle Benachteiligung von engagierten und leistungsorientierten Schulen - insbesondere im ländlichen Raum - geben. Ressourcenzuteilungen an Schulen haben tunlichst nach transparenten, nachvollziehbaren und leistungsabhängigen Indikatoren zu erfolgen.