Keine Mindestgröße für NÖ Schulen!

 

 

Der NÖ Landesverband der Elternvereine sprach sich in seiner Vorstandssitzung vom 19.1.2015 in St. Pölten mit einer einstimmigen Resolution an die Bundesministerin gegen die Einführung einer Mindestgröße für Schulen aus.

 

Landesobmann Schaupmann meint dazu:

 

Bildungsministerin Heinisch-Hosek plädiert im ORF-Teletext vom 15.01.2015 für eine Mindestgröße von 300 SchülerInnen von Schulen nach der Volksschule. Gemeint sind hier wohl in erster Linie die Haupt- und Mittelschulen. Als Landesobmann der NÖ Elternvereine weise ich solche Überlegungen mit aller Deutlichkeit zurück! Die Pflichtschulen werden von den Gemeinden als Schulerhalter betrieben. Einer Gemeinde vorzuschreiben, ab welcher SchülerInnenanzahl eine Schule eröffnet oder geschlossen werden soll, kann nur auf den massivsten Widerstand der Eltern stoßen. Es gibt in den Bundesländern Gemeinden mit über 100 Quadratkilometer Flächenausdehnung mit nicht einmal 3000 Einwohner wie etwa Raabs an der Thaya und es gibt sie mit gleicher Flächenausdehnung mit über 50000 Einwohner wie etwa die Landeshauptstadt. Selbst dort wird diese Schülerzahl von 300 nicht an jeder Schule erreicht! Wichtig ist nicht die Größe einer Schule, sondern ob die Kinder gern dort hingehen und etwas lernen! Das kann auch in kleineren Schulen durchaus effizient und kostengünstig geschehen!

 

Bei der Eröffnung der Volksschule von Waidhofen an der Thaya wird die NÖ Bildungslandesrätin in der Bezirksausgabe der NÖN zitiert, die Schule zu besuchen sei ein „Privileg“! Nach Rückmeldung einiger Eltern an mich zu dieser Zitierung (im Artikel hervorgehoben!) stelle ich als Landesobmann der NÖ Elternvereine schon klar, daß der Schulbesuch einer Volksschule seit Kaiserin Maria Theresia eine Pflicht (Schulpflicht)der heranwachsenden StaatsbürgerInnen ist! Ein Privileg kann ich daraus nicht ableiten!

 

Ing. Franz Schaupmann