Geplante Schließung des MilRG

Wir bitten alle Elternvereine um Unterstützung unseres Protests gegen die geplante Schließung!

 

 

Sehr geehrte Obfrau, sehr geehrter Obmann!

 

Mit Entsetzen vernehmen wir Eltern die Sparpläne von Minister Klug, dass unter anderem das BORG MilRG vor dem Aus steht. Als Obfrau des Elternvereins bin ich über derartige Pläne und über die politische Vorgehensweise, ein solches Vorhaben ohne Einbindung der Elternvertretung sprachlos und schockiert, da viele Stunden in die Erarbeitung eines zukunftsfähigen Konzeptes investiert wurden und vor allem die Eltern maßgeblich an dieser Initiative  beteiligt waren.

 

Der Elternvereinsvorstand hat in  zahlreichen ehrenamtlichen Stunden intensiv an der Neuausrichtung mitgewirkt. Wir haben immer wieder dem Schulerhalter die Anregung mitgegeben, neben dem Ressortüberkommen mit dem BMBF auch mit dem BM für Inneres zu kooperieren. Aus zahlreichen Quellen und Beobachtungen wissen wir, dass SchülerInnen aus dem MilRG bestens geeignet für den Polizei- bzw. Justizdienst sind.

Es ist einfach unverständlich, dass eine derartige Unikatsschule einer Schließung als Spargründen zum Opfer fällt. Zumal diese Bewertung nicht den Tatsachen entspricht.

 

Der derzeitige Sach- und Personalaufwand wird von 2 Ministerien finanziert. Dazu gibt es ein überaltertes aber gültiges Ressortabkommen aus dem Jahr 1965. Der Rechtsrahmen wurde bis heute nicht den aktuellen Umfeld Entwicklungen angepasst. Die Internatsgebühren wurden  zwischenzeitlich massiv angehoben, fließen allerdings nicht als Einnahme retour zum Schulerhalter,  sondern in den allgemeinen Budgettopf des Finanzministeriums. Damit hat das Verteidigungsministerium nichts von den Einnahmen und das Budget ist damit belastet. Der derzeitige Sach- und Personalaufwand ist betriebswirtschaftlich gerechnet ein Nullsummenspiel, zumal die Unterkünfte der SchülerInnen in der Daunkaserne mehrfach seitens des Militärs genützt werden. Die zahlreichen unentgeltlichen Stunden der SchülerInnen als Mitwirkung bei traditionellen Feiern und als Dienstleistung an der Allgemeinheit möchte ich auch erwähnen und als bewertet wissen.

 

Fazit: Die SchülerInnen und Schüler haben sich bewusst zur Ausbildung an einer europaweit einzigartigen Talenteschmiede und im Dienste der Zivilgesellschaft entschieden.

Eine Bildungseinrichtung auf Grund eines Sparzwanges zu schließen und dies auch noch als politische  Begründung anzugeben, ist einfach unglaublich!!! Man kann keine Bildungseinrichtung einfach auslaufen lassen, da die SchülerInnen der jetzigen 5. Klasse somit  keine Möglichkeit mehr erhalten, die Ausbildung bei negativer Leistungsbeurteilung erfolgreich abzuschließen. Auch die nicht pragmatisierten Pädagogen werden  aus Existenzgründen den Lehrkörper rechtzeitig verlassen. Damit erhalten unsere Kinder keine adäquate Ausbildung mehr und der Ausbildungserfolg ist nicht sichergestellt.

 

Wir bitten Sie daher um Ihre Unterstützung beim Erhalt dieser Traditionsschule und politische Mitgestaltung  an dem bereits vorliegenden Zukunftskonzept!  

 

mit schulpartnerschaftlichen Grüßen

 

Mag. (FH) Christiane Hager-Weißenböck

Obfrau des Elternverein MilRG an der TherMilAk

Mobil: (+43 676) 500 49 50