Vollversammlung des Ö Dachverbands der Elternvereine

8.6.2013, St Pölten Landhaus

 

Die 44. Vollversammlung des Österreichischen Verbandes der Elternvereine an den öffentlichen Pflichtschulen tagte am 8. Juni 2013 auf Einladung von Landeshauptmann Erwin Pröll im niederösterreichischen Landhaus in St. Pölten. Bereits am Vorabend begrüßte Stadträtin Ingrid Heihs den Verbandsvorstand im St. Pöltner Rathaus.

Bei der statutengemäß durchgeführten Vorstandsneuwahl  wurde Vorsitzender Christian Morawek (Wien) in seinem Amt bestätigt. Die Niederösterreicherin Christine Friedrich-Stiglmayr wurde neben Kurt Lobnig (Kärnten) und Kurt Süss (OÖ) als StellvertreterIn bestellt.  

Die Delegierten forderten mehr standortbezogene sowie regionale und überregionale Elternbeteiligung, z.B. bei der Schulentwicklung sowie eine nachhaltig wirkungsvolle Schulreform. Derzeitige „Schulautonome Tage“ sollen österreichweit vereinheitlicht, Schulsozialarbeit sowie SchülerInnenunterstützung ausgebaut werden und Fahrten im Rahmen von Lehrausgängen gratis sein. Die Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten soll bis zum Ende der Pflichtschulzeit, für behinderte SchülerInnen bis 18, gelten. Darüber hinaus werden differenzierte bzw. individualisierte Lernangebote sowie die gezielte Förderung und qualifizierte Unterstützung, vor allem bei Teilleistungsschwächen, gefordert. Der Schulversuch „Musikvolksschule“ soll ins Regelschulwesen aufgenommen werden.

Im Anschluss an die Vollversammlung hielt Gehirnforscher Manfred Spitzer  einen öffentlich zugänglichen Vortrag zum Thema  „Zukunft der Bildungsmedien“.  Spitzer erläuterte der interessierten Zuhörerschaft im vollbesetzten Ostarrichisaal  des NÖ Landhauses warum,  wie Studien belegen, die Gehirnbildung von Kindern durch zu frühen Umgang mit elektronischen Medien, zu viel Fernsehen und Konsolenspielen beeinträchtigt wird. „Je mehr ein junges Gehirn speichert, desto mehr kann es zusätzlich aufnehmen“, plädierte Spitzer  für von Eltern und LehrerInnen begleitete reale Begegnungen im Lebensumfeld sowie für Lernen mit (Lehr)Büchern und handschriftlichen Notizen. Früher TV und Computerkonsum schadeten hingegen Lernerfolgen und sozialem Verhalten, zu viel wertvolle Lebenszeit werde damit vergeudet  und könnten „reales“ Lernen keinesfalls ersetzen.

Präsidium d. Bundesverbandes Plenum beim Vortrag Dr. Spitzer

 Fotogalerie Vollversammlung u. Vortrag Dr. Spitzer